Hier erstmal eine kleine Geschichte über die norwegische Geschichte der Götter
oder aber auch als
Lieder-Edda bekannt. Hier nur etwas gekürzt!
Odin ist der wichtigste unter den Asen. Er ist weise und des Zauberns mächtig; er ist der
König der Götter. Seine Frau heißt Frigg. Sein Pferd heißt Sleipnir. Es hat acht Beine. Odin
besitzt zwei Raben - Huginn und Muninn. Jeden Morgen fliegen sie über die Welt, um zu sehen
und zu hören, und am Abend kommen sie heim, um Odin alle Neuigkeiten zuzutragen. Sein Speer
heißt Gungnir; er trifft jedes Ziel. Von Odins Ring - Draupnir (Träufler) - tropfen jede
neunte Nacht acht gleich prachtvolle Ringe ab. Odin hat nur ein Auge, das zweite verpfändete
er einst in seiner Jugend an den Riesen Mimir, um aus der wunderbaren Quelle der Weisheit
trinken zu dürfen, die Mimir bewachte. (Bei einer späteren Gelegenheit wurde Mimir
enthauptet; Odin aber fand das blutige Haupt des Riesen und salbte es mit heilenden
Kräutern. Die Augen öffneten sich sofort, und der Mund konnte wieder Worte formen. Seitdem
war Mimirs Kopf einer der besten Berater Odins...)
Odins Sohn Thor ist der zweitmächtigste der Götter. Thor ist stark und hitzig - und geht nie
der Möglichkeit aus dem Weg, mit Riesen oder Trollen einen Kampf auszufechten. Obwohl Tyr
ihn vielleicht an Mut übertrifft, gibt es auf der ganzen Welt niemanden, der so stark wäre
wie Thor. Und sein Hammer Mjøllnir ist die gefährlichste Waffe im Himmel und auf Erden.
Thor kann ihn so klein oder so groß machen, wie es ihm gefällt. Wirft er den Hammer, trifft
dieser alles, was der Gott anvisiert und kehrt immer in seine Hand zurück. Wenn Thor sich
auf Reisen begibt, spannt er Böcke statt Pferde vor seinen Wagen. Selbst wenn die Böcke am
Abend geschlachtet werden, sind sie am nächsten Morgen wieder quicklebendig vorausgesetzt,
man achtet genau darauf, beim Essen keinen einzigen ihrer Knochen zu brechen und alle Reste
zu sammeln und sie nach Beendigung der Mahlzeit wieder fein säuberlich in ihr Fell
zurückzulegen. Wenn Thors Wagen am Firmament entlangfährt, haben wir Gewitter. Sif heißt
seine Frau. Ihr Haar ist aus Gold, und von allen Asinnen, den nordischen Göttinnen, ist es
nur die Liebesgöttin Freyja, die schöner ist. Sie ist es auch, die die Asen das Zaubern
lehrte. Sie besitzt ein magisches Falkengewand, dank dessen sie sich jederzeit in den
Raubvogel verwandeln kann; und auf Ausfahrten läßt sie ihren Wagen mit Vorliebe von einer
Meute Katzen ziehen. Jeder, der in Herzensangelegenheiten Rat und Trost sucht, wendet sich
an Freyja, aber sie kann nicht helfen, hat die Liebesgöttin selbst doch einen für Zeit und
Ewigkeit währenden Liebeskummer! Ihr eigener Ehemann hat sie verlassen und ist seiner Wege
gegangen (niemand weiß, wohin). Freyja weint oft bittere Tränen um ihn, und jedesmal sind
ihre Tränen aus reinstem Gold... Freyjas Bruder heißt Frey. Der Name bedeutet "der Herr"
oder "der Vornehmste". Er ist der Gott der Fruchtbarkeit. Eigentlich stammen sowohl er als
auch Freyja aus dem Geschlecht der Wanen (das heißt, sie gehören zu den Göttern, mit denen
die Asen einst am Anfang aller Zeiten um die Weltherrschaft kämpften). Das Geschwisterpaar
kam ursprünglich, zusammen mit seinem alten Vater, als Geiseln zu den Asen... Frey besitzt
den phantastischen Eber mit den goldenen Borsten, Gullinborsti - das Schwein, das sich zu
Lande, zu Wasser und in der Luft gleich gut bewegen kann und er besitzt das magische Schiff
Skidbladnir, das immer nur in achterlichem Wind segelt und das man nach Verwendung wie ein
Tischtuch zusammenfalten und in einen Beutel stecken kann. Bei den Göttern in Asgard gibt es
zahlreiche andere herrliche Schätze; am kostbarsten sind die magischen Äpfel, die die Göttin
Idun hütet - die Äpfel der ewigen Jugend, von denen die Götter hin und wieder ein Stück
essen müssen, um nicht alt und gebrechlich zu werden.